DIE KLEINE DRAU
Die Kleine Drau im Pustertal ist vom Gletscherwasser nicht betroffen und das ganze Jahr über befischbar.
Der Fluß weist eine durchschnittliche Breite von 15 Metern auf und hat schnell fließendes Wasser, das aber immer wieder von großen Felsblöcken, tiefen Gumpen und Rückströmungen unterbrochen wird. In diesen Einständen harren Bach- und Regenbogenforellen, Äschen und Saiblinge auf antreibende Nahrung. Starke Forellen sind hier nicht selten, und Äschen von über 50 Zentimetern wurden in der Kleinen Drau auch schon gefangen, wenngleich der Forellenbestand ungleich stärker ist und dem Gewässercharakter entspricht. Der Fluß läßt sich von April bis Mitte Oktober ausgezeichnet befischen; im Spätherbst bei extremem Niedrigwasser und hoher Sichtigkeit wird das Anbieten auch kleiner Fliegen allerdings manchmal zur heiklen, aber gleichzeitig reizvollen Angelegenheit.
DIE GROSSE DRAU
Die Grosse Drau ist ein ansehnlicher Fluß mit erlen- und brombeerbestandenen Uferböschungen bis zu 40 Meter Breite und relativ hoher Fließgeschwindigkeit. Eingelagerte Felsblöcke und Buhnenköpfe unterbrechen die Strömung häufig und bieten Salmoniden optimale Lebensbedingungen. Äschen über 50 Zentimeter sind hier nicht selten, auch wenn ihr Fang den Fliegenfischern Können und Ausdauer abverlangt. Huchen werden während der ganzen Saison gefangen - was für einen guten Bestand spricht. Von Ende Mai bis Ende August führt der Fluß Schnee- und Gletscherwasser, das die Isel aus den Tauern heranführt, während er sich zeitig im Frühjahr und ab September im klaren, grünlich schimmernden Kleid präsentiert. Dann treten langgezogene Schotterbänke zutage, und mitten im Fluß brechen Felsblöcke, die im Sommer kaum zu erahnen sind, die Strömung.
DIE MÖLL
Ein besonders schöner Fluß ist die Möll im benachbarten Mölltal.
Dieser Fluß ist nur stellenweise und sehr behutsam reguliert worden und hat so seine ursprüngliche Flußlandschaft weitgehend bewahrt. Das klare Wasser sprudelt über runde Wackersteine, rieselt über Kiesstrecken, umspült große Felsbrocken oder drückt sich gegen Uferfelsen. Dabei schwemmt die Möll tiefe Gumpen und Züge aus, die hervorragende Standplätze für große Forellen und Äschen bilden. Die Hauptfische sind Bachforellen und Äschen, die Aufzucht der Besatzfische erfolgt aus reviereigenen Beständen, die Fische erreichen beachtliche Größen. Daß die Energiewirtschaft die Möll zur Stromgewinnung nutzt, hat für die Fischerei positive und negative Auswirkungen.
Im Oberlauf bei Heiligenblut wird die Möll gestaut und das Wasser in das Kraftwerk Kaprun gepumpt. Dadurch wird die Möll praktisch überhaupt nicht durch Gletscherwasser beeinträchtigt. Unterhalb des Turbinen-Zuflusses (Revier Möll Obervellach) ist jedoch mit Schwellbetrieb zu rechnen.
DER VILLGRATENBACH
Der Villgratenbach ist der stärkste Zufluß der Kleinen Drau und hat typischen Gebirgsbachcharakter:
Nach den ruhigen Mäandern durch das Hochmoor wechseln Gefällestufen mehrmals mit flachen Abschnitten. Es kommen Regenbogen-, Bachforellen und Saiblinge vor, wobei in dem beständig klaren Wasser vor allem Bachforellen zu ansehnlicher Größe heranwachsen. Das Tal mit seiner wilden Natur und seinen imposanten Bauernhöfen stellt darüber hinaus einen sehr malerischen Rahmen für die Fischerei dar.






